Wachablöse auf der Impfstraße. Schon diese Woche wird erstmals unter der Regie des Landes NÖ im Hollabrunner Stadtsaal gepikst.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 21. April 2021 (05:12)
Hollabrunn hat nun ein Landesimpfzentrum. Kaum war die Tinte trocken, wurde das bereits mit einem Schild markiert.
 
Belinda Krottendorfer

„Es hat ein hohes Maß an Flexibilität gefordert, weil sich fast stündlich etwas in der Vertragsgestaltung geändert hat“, berichtet Stadtsaal-Betriebsleiter Helmut Schneider von den Verhandlungen mit dem Land NÖ, die am vergangenen Freitag abgeschlossen wurden. Damit ist fix: Die Hollabrunner Impfstraße läuft in ihrer bekannten Form aus und wird zum Landesimpfzentrum Hollabrunn.

Verwaltungs- und medizinisches Personal sowie die Ärzte, die Schneider für die Abwicklung der Impfstraße um sich geschart hat, werden künftig nicht mehr benötigt. Alle bereits vereinbarten Termine werden bis 8. Mai absolviert, dann ist Schluss.

Parallel wird es bereits am Donnerstag den ersten Hollabrunner Impftag unter NÖ-Regie geben. Das Land NÖ hat den Stadtsaal angemietet und wird diesen dann an jenen Betreiber übergeben, der bei der laufenden Ausschreibung das Rennen macht. In der Zwischenzeit springt das Rote Kreuz bei der Abwicklung ein.

Der Vertrag mit der Gemeinde beinhaltet übrigens eine Option bis 31. Oktober. Es wird also offenbar damit gerechnet, dass weit in den Herbst hinein geimpft wird. Dass man sich da dann mit möglichen Veranstaltungen in die Quere kommt, glaubt Schneider nicht: „Ich erwarte nicht, dass vor August inddoor etwas möglich sein wird.“ Sollten Veranstalter dann erste Events in Erwägung ziehen, werde sich eine Lösung finden. Hauptsache bleibe, so Schneider, dass in Hollabrunn weiter geimpft wird: „Wenn man auf die Landkarte schaut, gibt es Bürger, die 30 bis 45 Minuten bis zum nächsten Impfzentrum unterwegs sind.“

Fad wird dem Stadtsaal-Chef indes jedenfalls nicht. Eine seiner Aufgaben ist es nun, die weiter auf Hochbetrieb laufenden Teststraßen in Hinblick auf mögliche Eintrittstests für Kultur oder Gastronomie noch effizienter zu gestalten.