Schicksalsschlag: Stadt weint um ihren Rauchfangkehrer. Trauer um Christoph Schödelbauer, der im April 42 Jahre alt geworden wäre.

Erstellt am 28. Februar 2018 (04:28)
NÖN
Viel zu früh, im 42. Lebensjahr, schlossChristophSchödelbauer für immer die Augen.

Für große Trauer und Bestürzung sorgte in Hollabrunn der Tod von Christoph Schödelbauer. Der bekannte und beliebte Rauchfangkehrermeister schloss am 22. Februar mit nur 41 Jahren für immer die Augen. Nach schwerer Krankheit und fast zweijährigem Leidensweg war sein Herz zu schwach und hörte auf zu schlagen.

Im Jahr 2008 trat Christoph Schödelbauer in die Fußstapfen seines Vaters Erich und übernahm den Hollabrunner Traditionsbetrieb. Er war ein Spätberufener. Nachdem er zunächst ein Wirtschaftsstudium begonnen hatte, wandte er sich schließlich „von der trockenen Materie zu den Menschen“ – und hat es nie bereut, wie er der NÖN bereits für einen Bericht vor mehr als sechs Jahren erzählte.

Als Wirtschaftskammerfunktionär war er Bezirksvertrauensperson in der Rauchfangkehrerinnung sowie Ausschussmitglied in der Landesinnung.

Sein besonderes Steckenpferd war betrieblich vor allem die Lehrlingsausbildung. Der Verantwortung als Rauchfangkehrer für tausende Haushalte war er sich stets bewusst. Privat war er gern sportlich unterwegs: am Tennisplatz, am Fahrrad oder auf der Skipiste. Alle kannten Christoph Schödelbauer als geselligen Menschen.

„Familie und Freunde waren für ihn der Mittelpunkt“, erzählt seine Schwester Sabine. Und Vater Erich spricht aus, was alle bestätigen können, die Christoph Schödelbauer kannten: „Er war ein einzigartiger Mensch, ein Lehrer in Sachen Menschlichkeit; lebenslustig, geduldig und dankbar.“ Das Begräbnis findet am 10. März statt.

Doppelt traurig: Nur einen Tag nach dem Tod von Christoph Schödelbauer wurde dessen Opa Eduard Biegl am Stadtfriedhof zu Grabe getragen. Der Rauchfangkehrermeister in Ruhe war am 16. Februar im 96. Lebensjahr verstorben.