Hollabrunner Wald: Tote Bäume sind entfernt. Im Laufe der kommenden Woche kann die behördliche Sperre im Hollabrunner Wald voraussichtlich aufgehoben werden. Ein Gutachten sagt, das Trockenstress und ein Pilz die Auslöser für das Sterben der Roteichen waren.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 25. November 2020 (15:32)
Der gesperrte Bereich des Waldes soll bald wieder freigegeben werden. Roteichen sollen nicht mehr nachgepflanzt werden.
Stadtgemeinde Hollabrunn

"Die Entfernung der Roteichen ist soweit abgeschlossen“, informiert Bezirksförster Rupert Klinghofer. Aus Sicherheitsgründen mussten im Bereich zwischen Hubertusweg, Jahnstraße und Raschala sämtliche Roteichen entfernt werden. Grund dafür war fortgeschrittene Wurzelfäule bei den Bäumen, wie durch ein Gutachten von Experten des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW, Institut für Waldschutz) bestätigt wurde. 

"Spindeliger Rübling" war's ...

Als Verursacher gilt ein Pilz namens „Spindeliger Rübling“, der besonders Roteichen gefährde, aber auch andere Eichenarten befallen könne. Diese wären durch die Klimakrise und die verbundenen Wetterextreme ohnehin bereits geschwächt. „Voraussetzung ist allgemein Trockenstress in Kombination mit stark basischen tieferen Bodenschichten“, heißt es dazu im Gutachten.

Ebenfalls wird dort festgehalten: „Abgesehen von Fällungsmaßnahmen, die sich aufgrund der Gefahr durch umstürzende Bäume ergeben, sollten im Hollabrunner Stadtwald keine Nachpflanzungen mit Roteichen erfolgen, da vor allem bei wiederholtem Trockenstress (Klimaänderung!) zu erwarten ist, dass diese mittelfristig ebenfalls von der Wurzelfäule erfasst werden.“ 

Als Ersatzbäume werden vom Bundesforschungszentrum am ehesten Traubeneichen empfohlen, noch geeigneter wären jedoch andere Baumarten wie etwa Kirsche oder Linde, da diese nicht vom Pilz befallen werden.