Wurzelfäule: Bäume werden nun geschlägert. Am 2. November wird mit notwendigen Forstarbeiten im Hollabrunner Wald begonnen. Abgestorbene Roteichen müssen entfernt werden. Der Bürgermeister bittet um Nachsicht.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 28. Oktober 2020 (16:25)
Roteichen unterschiedlichen Alters können ohne äußerlich sichtbare Schädigung umbrechen.
Gemeinde

Anlass für die Schlägerungen, die maximal bis Mitte Dezember andauern werden, sind von Wurzelfäule betroffene Roteichen. In Abstimmung mit Forstsachverständigen musste deshalb aus Sicherheitsgründen bereits im Juli der Bereich zwischen Hubertusweg, Jahnstraße und Raschala im Hollabrunner Kirchenwald zu einem befristeten forstlichen Sperrgebiet erklärt werden. 

Damals wurde, wie berichtet, festgestellt, dass Roteichen unterschiedlichen Alters ohne äußerlich sichtbare Schädigung umbrechen können. Die Bäume zeigen sich zwar voll belaubt, weisen jedoch im Wurzelbereich durch Pilze verursachte Fäulniserscheinungen auf.

Die betroffenen Roteichen, die in der Nähe der Wanderwege stehen, werden nun in den kommenden Wochen entfernt. Zudem müssen im Bereich des Sperrgebiets auch einige vom Borkenkäfer befallene Nadelbäume und abgestorbene Schwarzkiefern gefällt werden. "Diese sind wie die Roteichen durch die Klimakrise und die verbundenen Wetterextreme bereits geschwächt und damit anfälliger für Borkenkäfer- und Pilzbefall", heißt es in einer Aussendung der Gemeinde.

"Arbeiten werden Spuren hinterlassen"

„Wir bemühen uns, die Arbeiten möglichst schonend für die verbleibenden Bäume und die bereits vorhandenen Jungbäume durchzuführen, damit eine natürliche Verjüngung des Waldes erfolgen kann“, erklärt Bezirksförster Rupert Klinghofer. Dennoch sei klar: Die  Forstarbeiten werden sichtbare Spuren hinterlassen und der Wald wird sich schwer beeinträchtigt zeigen. 

"Sollten trotz aller Bemühungen, schonend zu arbeiten, Kahlflächen entstehen, werden diese im Frühjahr 2021 von der Gemeinde mit heimischen Laubholzarten bepflanzt", betont Bürgermeister Alfred Babinsky. Er dankt der Bevölkerung für ihre Nachsicht während der Sperre, und bittet um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Der Hollabrunner Wald werde in seiner Charakteristik bestmöglich erhalten bleiben, versichert der Stadtchef.