Hotel Althof wird in Wein gebettet. Auffrischung / Winzerzimmer & Vino Spa: Die Erneuerung des Hotels steht im Zeichen des Rebensaftes. Die Pläne werden jetzt begutachtet.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 18. April 2014 (10:00)
NOEN, Archiv
Alexander Ipp: „Wir werden das eine oder andere Überraschende auf den Markt bringen.“ Foto: Archiv
Der Grundstein ist vor 25 Jahren gelegt worden, jetzt wird das Hotel Althof einen Erneuerungsschub erleben: Zimmer im älteren Trakt werden erneuert, wobei auch regionale Winzer davon profitieren sollen. Und der neue Wellnessbereich „Vino Spa“ soll den Gästen die kosmetische Seite des Weins näherbringen.

Saunabereich wird zum „Vino Spa“

„Wir wollen den Wein in vorderste Reihe stellen“, erklärt Direktor Alexander Ipp. Die vorerst sieben „Winzerzimmer“ stehen – jedes für sich – für ein Weingut aus der Region. Die Höfe und Familien werden auf einer Präsentationswand vor- und ihre Produkte zum Verkosten bereitgestellt.

Der jetzige Saunabereich wird zu einem „Vino Spa“ ausgebaut, bewusst ganz in der Nähe eines Weinberges und der Windmühle. „Wir werden beispielsweise von einer Barriquesauna im Burggarten bis hin zu weinkosmetischen Anwendungen in der Kellerröhre das eine oder andere überraschende Tool auf den Markt bringen“, so Ipp. Zudem wird die Idee verfolgt, Fragmente der alten Burg freizulegen und ins Projekt zu integrieren. Dort, wo heute der Althof ist, stand früher die Burg der Stadt.

Kosten von 2,5 Millionen Euro

Die Architekten Maurer & Partner aus Hollabrunn sind nach einem anonymen Wettbewerb auserwählt worden. Das Bundesdenkmalamt ist bereits mit dem Projekt konfrontiert worden. „Die grobe Studie ist gerade in Begutachtung“, berichtet der Hotel-Chef.

Die Kosten für die Erneuerung belaufen sich nach ersten Berechnungen auf 2,5 Millionen Euro. Der Pächter (Althof Hotelbetriebsgesellschaft) und der Eigentümer (Althof GmbH der Stadtgemeinde) teilen sich die Investition unter Zuhilfenahme von Förderungen auf.

Plan: Keine Mehrbelastungen

Vizebürgermeister Karl Burkert berichtete als Geschäftsführer der Althof GmbH erst in der letzten Gemeinderatssitzung über die Pläne. 290.000 Euro fließen jährlich aus dem Budget der Stadtgemeinde in den Althof, darin sind laufende Erhaltungskosten und die Rückzahlungen von Verbindlichkeiten enthalten.

Burkert gab bekannt, dass trotz Modernisierung keine Mehrbelastungen entstehen sollen. Das hänge stark mit der Abbezahlung der Schulden zusammen. Er spricht von einem „Nullsummenspiel“.

Ipp rechnet damit, dass das Vino Spa im Spätsommer 2015 fertiggestellt sein wird. Die Winzerzimmer könnten schon im Frühjahr 2015 bezugsfertig sein.