Im Nationalpark sind neue Ranger im Einsatz. Nach mehr als zwei Jahren schlossen 17 Naturbegeisterte im Nationalpark Thayatal den Lehrgang zum zertifizierten österreichischen Nationalpark-Ranger ab. Gerade rechtzeitig, denn zu Ferienbeginn werden heuer besonders viele Besucher erwartet, die die heimische Natur genießen wollen.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 03. Juli 2020 (14:38)
Die neuen Nationalpark-Ranger rund um Bürgermeister Fritz Schechtner.
NP Thayatal/Ch. Milek

Ob Wildkatzen-Nachtwanderung, eine Tour zum Umlaufberg oder das Forscherprogramm für Kinder – „unsere Ranger vermitteln den Gästen die Faszination ursprünglicher Natur und die Bedeutung von Wildnis. Sie zeigen, wie sich die Natur entwickelt, wenn sie nicht vom Menschen beeinflusst wird und machen den Wert von Nationalparks erlebbar“, erklärt Christian Übl, Direktor des Nationalparks Thayatal. 

42 Ausbildungstage verbrachten die Ranger-Lehrlinge hier gemeinsam, um naturschutzfachliche und rechtliche Grundlagen, Zoologie, Botanik und Geologie des Gebietes, naturpädagogische Vermittlungsmethoden und Exkursionsdidaktik zu erlernen. Nun schlossen sie den Lehrgang mit der Erstellung eines Führungskonzeptes, einem Theorie-Test und einer gemeinsamen Gruppenführung ab. 

Begeisterung für die Natur wirkt ansteckend

Ausbildungsleiterin Claudia Waitzbauer ist stolz auf ihre Jungranger: „Jeder bringt spezielle Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen in ganz unterschiedlichen Bereichen mit.“ Viele sind aus der Region und können bei einer Führung rund um Hardegg die Nationalparkentstehung und sogar noch die Zeit des Eisernen Vorhangs eindrucksvoll schildern. Andere kennen (fast) jede Pflanze des Nationalparks oder bringen Gästen die gefiederten Bewohner des Schutzgebietes näher. „Doch alle haben ein gemeinsames Ziel - ihre Begeisterung für die Natur weiterzugeben! Und dies ist bei jeder Tätigkeit im Nationalpark spürbar“, sagt Waitzbauer. 

NP Thayatal/Waldviertel Tourismus/www.ishootpeople.at

Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung wurden die neuen Ranger in das Team des Nationalparks aufgenommen und in Beisein von Bürgermeister Friedrich Schechtner und des Beiratsvorsitzenden Norbert Kellner als niederösterreichische Wacheorgane vereidigt. Sie sind ab jetzt auch im Gebiet unterwegs, um zu kontrollieren, ob die Regeln im Nationalpark eingehalten werden.