Glasfaser-Projekt im Retzer Land: Aufgeben kein Thema. Die Quote von 65 Prozent aller Haushalte im Retzer Land konnte nicht erreicht werden. Aufgeben will man dennoch nicht.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 17. Mai 2019 (05:07)
NÖN Archiv
Bei der ersten Infoveranstaltung in Retz im Februar setzten sich (v.l.)Helmut Koch, Karl Farkas, Martin Wurst undEva-Maria Himmelbauer für den Glasfaserausbau im Retzer Land ein. Das Ziel von 65 Prozent bis Ende April wurde nicht erreicht. Nun hat man den Aktionszeitraum „bis auf Weiteres“ verlängert.

„Achtung: Aktionszeitraum verlängert!“ lautet die Nachricht seit dem Wochenende auf der Website des Projekts zum Glasfaserausbau im Retzer Land. Dies gelte bis auf Weiteres, wie Projektkoordinator Martin Wurst am Montag mitteilte. Leider sei die benötigte Quote von 65 Prozent aller Haushalte im Retzer Land während des laufenden Aktionszeitraumes nicht erreicht worden.

Die Prüfung der Anträge und damit die zahlenmäßige Auswertung sei noch nicht abgeschlossen. Jedoch haben bis Ende April noch nicht die erforderlichen 4.225 Haushalte in den fünf Retzer-Land-Gemeinden das Antragsformular unterschrieben. Die Chance auf das schnelle Internet will man allerdings nicht aufgeben.

In einer Planungssitzung mit den Bürgermeistern am Montag wurde beschlossen, dass man die abgegebenen Anträge nun geografisch auswerten möchte. Die Möglichkeit, einzelne Orte mit Glasfaser auszustatten, wurde bereits im Vorfeld als Alternative in den Raum gestellt. Ein großes Hindernis bei der Erfüllung der Quote waren sicherlich die Mietwohnungen, die gerade in der Stadt Retz viele Haushalte ausmachen.

Hier müssen sich sowohl die Mieter zum Abschluss des Vertrages verpflichten, als auch die Eigentümer - in den meisten Fällen Wohnbauträger - ihre Zustimmung erteilen, das Kabel am Eigengrund zu verlegen. Deshalb will man seitens der Projektträger und Gemeinden nun das Vorgehen abstimmen und einen neuen Anlauf wagen.