Auers Weihnachts-CD: „Kann nicht kitschig genug sein“. Die neue CD von Werner Auer ist, wie der Entertainer und Intendant selbst sagt, „mein persönlicher Soundtrack“.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 29. November 2017 (04:15)
M. Hesz
Werner Auer im Schnee – eine Collage für die CD.

Am 2. Dezember um 19.30 Uhr ist Werner Auer voll in seinem Element. Denn dann tritt der Bühnenmensch im Hollabrunner Stadtsaal auf und präsentiert im Rahmen einer Weihnachtsshow seine neue CD „My Special Christmas“.

Über das Sammeln von Weihnachtsliedern, Traditionen am Heiligen Abend, Lieblingslieder und den potenziellen Stress zur Adventzeit sprach die NÖN mit dem Entertainer und Staatz-Intendanten.

NÖN: Was macht Weihnachten für Sie besonders?

Werner Auer: Ehrlicherweise bin ich eher ein „Weihnachtsmuffel“. Wenn ich im Freundes- und Bekanntenkreis meist nur höre, was noch alles gekauft und erledigt werden „muss“, und mir die durch die Gegend hetzenden Menschen ansehe, habe ich den Eindruck, dass Weihnachten die meisten Menschen eher schon belastet als erfreut. Was ich sehr mag, ist die „optische Stimmung“, die Beleuchtungen und die Dekorationen, da kann es nicht kitschig genug sein. Und ich höre sehr gern und sammle Weihnachtsmusik, wobei ich vor allem die amerikanischen Standards in verschiedensten Arrangements und Bearbeitungen mag.

 „Es muss nicht immer von Schnee, Christbaum und Christkind oder Weihnachtsmann gesungen werden

Wurde in Ihrer Kindheit viel daheim musiziert im Advent?

Überhaupt nicht. Meine Eltern haben uns Kinder nie genötigt, vor dem Weihnachtsbaum die Flöte zu malträtieren, und freiwillig haben sich weder meine Schwestern noch ich um diese Darbietung gerissen. Wir Kinder haben uns auf den Weihnachtstag gefreut, weil wir neben der Bescherung am Abend einmal im Jahr den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen durften. Das war damals noch etwas ganz Besonderes.

Welches Lied gehört für Sie unbedingt zu Weihnachten?

Ich habe kein spezielles Lieblingsweihnachtslied, aber „Have Yourself A Merry Little Christmas“ ist eine Ballade, die immer geht.

Was macht die neue CD, wie im Titel beschrieben, „speziell“?

Die CD ist mein persönlicher Soundtrack für die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit. Ich höre Weihnachtsmusik stimmungsabhängig und habe die CD daher auch in drei Kapitel unterteilt: die „Happy Songs“ zum Kekse backen, die „Balladen“ für die Bescherung und die „Kracher“, um vor Freude vor dem Christbaum zu tanzen. Neben diesen Songs und meinen persönlichen Weihnachtsklassikern habe ich auch einige Titel wie „Stille Nacht“ und „Rudolph“ in neuen Interpretationen aufgenommen.

Auf der CD sind neben Weihnachtsliedern auch Songs, die keine klassischen Weihnachtslieder sind. Warum?

Sie passen vom Text und von der Melodie her für mich sehr gut in die Weihnachtszeit. Es muss nicht immer von Schnee, Christbaum und Christkind oder Weihnachtsmann gesungen werden. Wenn jemand davon singt, dass er endlich wieder nach Hause zu seiner Familie möchte, sich jemand fragt, ob er seinen Liebsten genügend gesagt hat, dass er sie liebt, oder sich jemand darauf besinnt, was im Leben wirklich wichtig ist, dann hat das für mich weit mehr weihnachtlichen bzw. besinnlichen Inhalt als viele Pseudo-„Weihnachtsschlager“.

Mit Ihrer neuen CD und diversen Auftritten – wie viel Spaß macht es, in der „stillsten Zeit“ so viel unterwegs zu sein?

Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, und selbst nach über 30 Jahren auf der Bühne macht es mehr Spaß denn je! Ich darf mit und von meiner Musik leben und kann mir den künstlerischen Luxus leisten, nur mehr mit solchen Programmen auf der Bühne zu stehen, die mir Spaß machen. Und wenn ich mich umsehe, kehrt die „stillste Zeit“ ohnehin erst ein, wenn alle Weihnachtsmärkte und Einkaufszentren geschlossen sind.

Gibt es bei Ihnen daheim unverzichtbare Traditionen zu Weihnachten?

Ehrlicherweise nein. Aber mein Auftritt bei „Licht ins Dunkel“ im Landesstudio Niederösterreich am 24. Dezember ist schon zu einer lieb gewonnenen Tradition geworden.