Hollabrunn: Wenn Homeoffice nur im Schneckentempo läuft. „Während der Pandemie habe ich oft erlebt, dass Menschen in Niederösterreich ihr Video-Bild ausschalten mussten, weil die Verbindung zu schlecht war“, berichtet Landtagsabgeordneter Georg Ecker von den Grünen. Der Hollabrunner appelliert, dass der Breitband-Ausbau in seinem Heimatbezirk schneller vonstattengehen muss.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 26. Februar 2021 (10:48)

Ecker verweist auf immer noch zahlreiche in der Versorgung mit schnellem Internet. Manche Ortschaften und Ortsteile müssen mit einer Download-Geschwindigkeit unter 30 Mbit/s das Auslangen finden. Ein Beispiel sei die Hollabrunner Katastralgemeinde Wolfsbrunn, so der Abgeordnete: "Die maximale Download-Rate im Festnetz liegt dort bei unter 10 Mbit/s, im Mobilfunk gibt es kaum Empfang und Ausbau ist derzeit laut Breitbandatlas keiner geplant."

Will - oder muss - hier jemand im Homeoffice arbeiten, sei das eine Katastrophe, spricht Ecker die aktuellen Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie an.

Gut für Umwelt, Chance auf neue Unternehmen

Er forderte daher in der vergangenen Landtagssitzung einmal mehr vom Land Niederösterreich mit seiner Ausbaugesellschaft NÖGIG, die Investitionen deutlich zu steigern und in diese weiße Flecken zu investieren. „Wir müssen jetzt in moderne Infrastruktur investieren. Damit schaffen wir Arbeitsplätze, schonen nachhaltig die Umwelt durch weniger Verkehrsaufkommen und schaffen die Voraussetzungen für neue Unternehmen auch im ländlichen Bereich." Dies gelte nicht zuletzt für den Bezirk Hollabrunn.

Übrigens können die Gemeinden ebenfalls einen Beitrag leisten, meint der Hollabrunner: „Durch Mitverlegung von Leerverrohrungen bei Grabungsarbeiten und aktives Bemühen der Bürgermeister um eine schnelle Anbindung kann eine flächendeckende Versorgung erreicht werden."