Das war 2019 im Bezirk Hollabrunn.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 28. Dezember 2019 (07:00)
Glimpflich endete dieser Crash einer Buslenkerin (47) im Schmidatal. Sie soll von einem dunklen Pkw zu einem Ausweichmanöver gezwungen worden sein. Durch die kaputte Scheibe konnte sie ins Freie klettern.
Witzany

Glasfaser.

4.225 Haushalte hätten sich in fünf Retzerland-Gemeinden für einen Glasfaseranschluss anmelden müssen, um das Projekt in die Gänge zu bringen. Doch die im Jänner festgelegte Strategie scheitert. Im Herbst wird ein neues Konzept präsentiert, die Hoffnung lebt.

Fußgängerzone.

Das Frasl-Areal in Hollabrunn, wo die Pläne für ein innerstädtisches Einkaufszentrum auf Eis liegen, wird an eine Immobilien-Firma verkauft. Knapp ein Jahr später wird im Dezember ein neues Projekt präsentiert: An die 100 Wohnungen, Geschäfts- und Büroflächen sollen entstehen.

Bürgermeister-Wirbel.

Für den Retzer Stadtchef war es ein turbulentes politisches Jahr: Im Jänner setzt er die Grünen-Mandatarin Laura Walzer während einer heftigen Gemeinderatsdebatte wegen Befangenheit vor die Tür. Im Juli entbrennt ein Rechtsstreit mit SPÖ-Stadträtin Elisabeth Germann, die ihm vorwirft, ihr bei einer Besprechung seine Unterhose gezeigt zu haben. Koch klagt wegen Verleumdung und bekommt recht. Germann zieht sich aus der Lokalpolitik zurück.

„Es stinkt zum Speiben“.

Die Abfallanlage der Firma NUA beim Hollabrunner Windrad hält Anrainer buchstäblich in Atem. Es folgen monatelange Überlegungen, wie das Gestank-Problem in den Griff zu bekommen ist.

„Mona Lisa“ der Retzer.

Im Museum Retz jubelt man über eine Sensation: Dort wird die älteste Karte gefunden, auf der die Länder Europas als Königin dargestellt sind. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Langes Leben endete.

Mit Otto Filipsky stirbt der älteste Bürger des Bezirks am 30. Juni. Am 18. Oktober hätte der Retzer seinen 107. Geburtstag gefeiert.

Rathaus-Reiberei.

In Göllersdorf werden 392 Unterschriften für einen Initiativantrag gesammelt. Es geht darum, ob das Rathaus saniert oder neu gebaut werden soll. 2020 soll es nun eine Volksbefragung geben.

Erdäpfel-Not.

Dürre und Drahtwurm sorgen dafür, dass die Erdäpfel-Lager im Bezirk leer sind. Das hat es noch nie gegeben! „Wir verpacken jetzt Erdäpfel aus Frankreich“, sagt Bäuerin Liane Bauer aus Viendorf im Frühjahr.

Bürgermeister-Wechsel.

Am 30. Jänner wird Stefan Schmid (ÖVP) als Nachfolger von Alfred Schuster zum neuen Schrattenthaler Stadtchef gewählt. Kurz darauf übergibt Georg Jungmayer (SPÖ) sein Amt in Seefeld-Kadolz an Peter Frühberger. Im März war es beschlossene Sache, dass Vizebürgermeister Alfred Babinsky der neue ÖVP-Bürgermeister der Bezirkshauptstadt wird. „Ich dachte, dass nach meinem Schlaganfall alles etwas schneller geht“, erklärt Erwin Bernreiter, warum er sich als Stadtchef zurückzieht. In Ziersdorf übergibt Johann Gartner (ÖVP) an Hermann Fischer, Eduard Kosch (ÖVP) in Pernersdorf sein Bürgermeisteramt an Johann Kettler. Manfred Marihart war bis 24. Juni ÖVP-Langzeitbürgermeister der Stadtgemeinde Pulkau. "A so a Gmoa hoit wos aus" war das Motto seiner großen Abschiedsfeier. Sein Nachfolger: Leo Ramharter.