Ergebnis nach 60 Jahren: Anita Windhager gibt Einblick in ihr Schaffen

Erstellt am 26. Juli 2022 | 17:55
Lesezeit: 4 Min
Die Künstlerin feierte ihren 60er - wie könnte es anders sein - mit einer Ausstellung. Ihre zeichnerische Begabung wurde bereits in der Volksschule erkannt. Wie sich diese bis heute entwickelte, ist in der Jetzelsdorfer Weinkirche zu sehen.
Werbung

Ihren 60. Geburtstag feierte die gebürtige Jetzelsdorferin Anita Windhager, geborene Schneider, mit einer Ausstellung in der Weinkirche. Für diese wurde der treffende Titel „Das Ergebnis nach 60 Jahren“ gewählt.

Zur Eröffnung sind Familie und viele Freunde der Künstlerin gekommen, um dem Geburtstagskind zum „Runden“ zu gratulieren. Die Laudatio hielt Haugsdorfs Bürgermeister Andreas Sedlmayer. „Anita war ein vifes, aufgeschlossenes Kind mit starkem Willen und wusste schon in jungen Jahren, was sie wollte“, charakterisierte er Windhager, die seit ihrem zweiten Lebensjahr an Zuckerkrankheit leidet. Die Familie habe auf einiges verzichten müssen, um Anita ein „normales Leben“ zu ermöglichen. 

Lebensfreunde und Optimismus zeichnen Windhager aus

Weiters erfuhr man, dass Sedlmayer neben den beiden Freundinnen Monika Weber und Annemarie Autheried der vierte im Bund der Jugendfreunde der Künstlerin war. Alle vier seien keine Kinder von Traurigkeit gewesen. Diese Lebensfreude und den Optimismus ihrer Jugend habe sich die Künstlerin bewahrt. Sedlmayer meinte, er könne sich nicht erinnern, dass Anita einmal geklagt hätte. „Kein Wort über ihre Krankheit, kein Granteln.“ 

Schon in der Volksschule sei ihr zeichnerisches Talent erkannt worden. Sie maturierte in Wien und war dann neben ihrer Arbeit in der Finanzlandesdirektion bereits künstlerisch tätig. Ihre künstlerische Ausbildung absolvierte sie bei Michael Coudenhove-Kalergi, Gerlinde Stelzer und Arthur Redhead. Seit 1995 ist sie ausschließlich freischaffende Künstlerin und lebt mit ihrem Mann Alfred Schuster in Obermarkersdorf. Seit 2001 beschäftigt sie sich mit verschiedenen Drucktechniken.

Ausstellung in der Weinkirche ist ein "Ergebnis"

Die Bilder der Ausstellung in der Weinkirche sind dicht an dicht aufgehängt und repräsentieren, wie schon der Titel sagt, ein „Ergebnis“. Anita Windhager malte in frühen Schaffensperioden mit Acryl, auch ihr erstes und letztes Schüttbild „Medley“ ist mit Acryl auf Leinwand „geschüttet“. Sie erzählte über die lange Entstehungszeit der Zeichnung „Zukunft“, die unverkäuflich ist.

Einen großen Werkabschnitt machen die Kasein-Gemälde mit Tusche und Buntstift aus, die durch ihre natürliche Farbpalette eine gewisse Flüchtigkeit vermitteln. Beachtenswert sind weiters Windhagers Assemblagen oder ihre Monotypien mit Ölfarben auf 100-jährigem Schreibpapier. „Ergebnis“ gibt erstmals einen Einblick in die Vielfalt ihrer Arbeiten. 

Unter den vielen Gästen waren neben ihrer Mutter Erika Schneider und Schwester Andrea auch Landtagsabgeordneter Richard Hogl mit Partnerin Maria Kappe, Dechant Placidus Leeb, Marianne Lembacher, die Altbürgermeister Karl Weber, Franz Krestan, Johann Bauer, AMS-Chef Peter Kirchner sowie die Schriftstellerin Elisabeth Schöffl-Pöll mit Gatten Otto Schöffl und Haugsdorfs Vizebürgermeisterin Martina Böck. Musikalisch wurde die Eröffnung durch "Sax ‘n Soul" begleitet. Das Weingut Schönauer verwöhnte die Besucher mit edlem Tropfen. 

Werbung