Verein ist seit 30 Jahren ein Motor für den Ort. Dorferneuerungsverein feiert Jubiläum. Bürgermeister lobt Arbeitskraft und Idealismus.

Von Michael Böck. Erstellt am 11. August 2018 (06:50)
Michael Böck
Mit Freude am Fest: Reinhard Koran, Richard Pregler, Eduard Kosch, Ernst Teufelsbauer, Friederike Schnepf und Ewald Just (v.l.). Koran stellte seine kunstvollen Vogelhäuschen bei der Jubiläumsveranstaltung aus.

Der Dorferneuerungsverein (DEV) Pfaffendorf-Karlsdorf veranstaltete sein Dorffest in Karlsdorf. Am Parkgelände vor dem Dorfhaus gab’s alles, was man für ein großes Fest benötigt.

In der Umgebung bestand damals, vor 30 Jahren, nur in Obermarkersdorf ein gleichartiger Verein. 1988 kam es schlussendlich zur Gründung des DEV unter Obmann Ernst Teufelsbauer, der das Team – ebenso wie sein Nachfolger Ewald Just – nach wie vor im Hintergrund unterstützt.

Heute hat Obfrau Friederike Schnepf die Zügel fest in der Hand. Jedes Jahr werden mit einer „Stammmannschaft von fünf bis zehn Personen“ mehrere Projekte umgesetzt. Der Bau des 1994 fertiggestellten Dorfhauses, das als Vereinssitz und Veranstaltungsort dient, zählt zu den bedeutendsten Initiativen. Schnepf erzählte über die Vereinstätigkeit und bedankte sich bei der Gemeinde für die Unterstützung.

„Ich weiß, dass das Geld beim Dorferneuerungsverein immer gut angelegt ist“, lobte Bürgermeister Eduard Kosch. Ein großes Projekt war etwa auch die Umfunktionierung des alten Martinsbrunnens beim Pfarrhof. Seither findet dort jedes Jahr das Martiniloben statt.

„Ihr leistet mehr als der Durchschnitt“

Besonders hob Kosch in seiner Dankesrede die Obfrau hervor – und Walter Engelhart, der „über 30 Jahre schon von der zweiten Reihe aus wesentlich mitarbeitet“. „Ihr leistet mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung. Ich hoffe, ihr stellt eure Arbeitskraft und euren Idealismus auch für die Zukunft zur Verfügung“, ist er dafür dankbar.

Das ist nicht selbstverständlich. Immer weniger engagieren sich freiwillig, davon kann Schnepf berichten: „Früher konnten wir noch leichter größere Projekte umsetzen, heute konzentrieren wir uns eben auf kleinere Renovierungen und Instandhaltungen“, will sie trotzdem nicht schwarzmalen. „Menschen, die sich bei uns engagieren wollen, sind jederzeit herzlich willkommen“.