HTL Hollabrunn angelte sich Partner aus Schweden. Wie lassen sich österreichische Produkte in Schweden vermarkten? Werden Produkte aus Schweden in Österreich angenommen? Diese Fragen beantworten Schüler der Hollabrunner HTL gemeinsam mit Schülern vom schwedischen Westerlundska Gymnasiet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. November 2019 (13:51)

Die unternehmerische Ausbildung („Entrepreneurial Education“) genießt in der Wirtschaftsingenieure-Abteilung der HTL Hollabrunn einen hohen Stellenwert. Dazu wurden heuer vier Junior Companies gegründet: Firmen, die für die Dauer eines Schuljahres geführt werden.

Um die notwendigen Sprachkenntnisse zu verbessern, wurde beschlossen, langfristige, strategische Partnerschaften mit Schulen in anderen Ländern zu suchen. So stieß die HTL Hollabrunn auf Schwedens beste Schule im Entrepreneurship-Bereich, mit der nun kooperiert wird.

Umfragen zu Vermarktung und Produktdesign

Elf Schüler vom Westerlundska Gymnasiet kamen nun nach Hollabrunn, um Marktanalysen durchzuführen. Sie wollten wissen, ob ihre Produkte in Österreich, oder die österreichischen Produkte in Schweden vermarktbar wären. Dazu wurden Workshops unternommen, in einer großen Shopping-Mall in Wien wurden Kundenbefragungen durchgeführt. Die Erkenntnisse fließen nun in das Produktdesign zur Verbesserung der Business-Models ein.

Für die Prototypentwicklung wurde im neu gestalteten Makerspace der HTL ein Workshop durchgeführt, „und unsere Produktions- und Technikmöglichkeiten wurden ebenfalls präsentiert, damit sich die Inspiration für Produktdesigns erweitert“, berichtet Lehrer Hermann Dangl.

Darüber hinaus lernten die Schüler viel über andere Kulturen, so Dangl: „Es war für beide Seiten ein riesiger Erfolg, da wir voneinander lernen konnten.“ Über das EU-Programm „Erasmus+“ soll die Partnerschaft fortgeführt und vertieft werden.