Kunst-Kuh von Vandalen geköpft. Fünf Jahre stand die farbenfroh bemalte Kunststoff-Kuh unbehelligt vor dem Haus und Atelier von Ernst Exinger in Kalladorf („Haus 99“), Gemeinde Wullersdorf.

Erstellt am 03. Mai 2018 (10:59)

Doch in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai machten sich Vandalen über die Kuh her. Das Ergebnis der Zerstörung: ein abgesägter Kuhschädel und der kopflose Torso des Kunstrinds. „Es muss nach 23 Uhr passiert sein“, vermutet Exinger, da er um diese Zeit nach Hause kam und die Kuh noch in tadellosem Zustand war.

"Wenn man den Kopf findet, findet man auch den oder die Täter"

Am nächsten Morgen bot sich ein ganz anderes Bild. Der Torso der Kuh wurde in einem Feld gefunden, achtlos weggeworfen, und selbst an den Füßen hätten die Täter noch versucht herumzusägen, wie Exinger berichtet. Dass es sich bei dem Vandalenakt um die Tat mehrerer Täter handelt, vermutet der bekannte Künstler, da der Körper der Kuh etwa 100 Kilo wiegt. Ernst Exinger erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei. Dort hatte man eine tröstliche Nachricht für ihn: „Wenn man den Kopf findet, findet man auch den oder die Täter.“

Den Schaden beziffert der 79-Jährige mit rund 2.000 Euro. Fünf Jahre lang zierte die Milchkuh den Eingang des Hauses. Zweckdienliche Hinweise an die Polizeiinspektion Guntersdorf werden erbeten. Laut einem vertraulichen Hinweis soll der Kopf in einem VW-Bus gesehen worden sein.

Umfrage beendet

  • Hat der Vandalismus im Bezirk Hollabrunn zugenommen?