Keine Unterbrechung für Musikunterricht. Dass der Musikunterricht sogar über Videokonferenzen einwandfrei funktioniert, das zeigt die Musikschule Retzer Land vor.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 31. März 2020 (15:12)

Kann man ein Musikinstrument auch über Videokonferenz erlernen? In der aktuellen Situation zeigt sich, dass das möglich ist. 

In der Musikschule Retzer Land hat man es geschafft den Unterricht trotz Schulschließung ohne Unterbrechung fortzusetzen. Der wöchentliche Stundenplan ist weiter aufrecht, nur kommt zur fixen Zeit jetzt eben der Lehrer via Computer zu den Schülern nach Hause. „Das hat vom ersten Tag an sehr gut funktioniert“, erzählt Michael Sulzer, dessen drei Söhne so ihren Musikschulunterricht nach Hause verlegt haben.

Alles, wie im Musikschulalltag

Anfangs wusste natürlich niemand wie es klappen würde, doch inzwischen haben sich alle Lehrer mit ihren Schülern gut verständigt. Die meisten würden den Unterricht über das Kommunikations-Tool „Skype“ abhalten. Übungsaufgaben werden von Woche zu Woche gestellt und der Fortschritt in der nächsten Stunde gemeinsam überprüft. „Alles funktioniert genauso, wie im sonstigen Musikschulalltag“, freut sich der Unternalber.

Er selbst und seine Frau sind außerdem Teilnehmer der Bläserklasse für Erwachsene. Auch hier trifft man sich nun im virtuellen Klassenzimmer um gemeinsam zu üben.

Eltern sind sehr gefordert

Eine gewisse Planung  sei da natürlich notwendig, um Schule, Musikschule und Homeoffice für die ganze Familie zu koordinieren. Am Vormittag seien die Kinder mit ihren Aufgaben aus Volksschule und Gymnasium beschäftigt. „Sie hätten sich das sicher lockerer vorgestellt. Aber zum Glück ist es für die Kinder soweit klar, dass sie am Vormittag ihre Schulaufgaben erledigen“, erzählt Sulzer. 

Die Eltern sind ebenfalls sehr gefordert, „manchmal sogar zu sehr. Immerhin ist man ja auch selbst im Homeoffice und muss seine Arbeit erledigen“. Doch in diese Situation würden alle allmählich reinwachsen.