Kindergarten-Cluster strahlt auf Volksschule ab. Derzeit gibt es einen Coronafall in der Göllersdorfer Volksschule. Direktorin Michaela Sommerer mahnt zur Vorsicht, sagt aber, dass die Hygienemaßnahmen bereits so streng seien, dass man nicht mehr machen könne.

Von Christiane Fürst. Erstellt am 23. Februar 2021 (20:34)
In der Göllersdorfer Volksschule gibt es derzeit einen Coronafall: Ein Geschwisterchen eines Kindergartenkindes.
Christoph Reiterer

Vier Gruppen des Göllersdorfer Kindergartens wurden am Montag (22.2.) von der Behörde zur Gänze in Quarantäne gestellt. Erst ab 1. März werde es wieder zum Betrieb aller Kindergartengruppen kommen. Bürgermeister Josef Reinwein bestätigte im NÖN-Gespräch den Corona-Cluster und betonte, dass der Covid-19-Plan streng eingehalten werde. „Teilweise mit FFP2-Masken und Handschuhen, wenn die Kinder übergeben werden.“ Außerdem wurde am Montag angeboten, sich im Kindergarten kostenlos testen zu lassen.

Während im Kindergarten also versucht wird, den Betrieb für jene Kinder, die Betreuung brauchen, möglichst aufrecht zu erhalten, machten bereits Gerüchte die Runde, dass sich auch in der Volksschule ein Cluster gebildet hat. Die NÖN fragte bei Direktorin Michaela Sommerer nach: Derzeit gebe es einen bestätigten Coronafall unter den Kindern. Eine Folgeerscheinung des Clusters im Kindergarten: „Es ist das Geschwisterchen eines infizierten Kindes. Ein paar weitere Geschwisterkinder sind auch in Quarantäne“, berichtet Sommerer. „Zum Glück geht es dem Kind gut, aber es ist natürlich sehr traurig, nicht in die Schule zu dürfen“, weiß die Direktorin.

Strenge Hygienemaßnahmen: mehr geht nicht

Die Eltern seien sofort über den positiven Fall informiert worden. Jetzt sei abzuwarten, ob es in der betroffenen Klasse weitere Fälle geben wird. Dann müsste die ganze Klasse die Schule meiden.

Deswegen seien die Hygienemaßnahmen nach wie vor besonders hoch, betont die Direktorin. Schüler verschiedener Klassen dürfen sich nicht treffen, die Garderobe wird nicht genutzt, Pausen finden gestaffelt und entweder nur im Hof oder in der Klasse statt. Zusätzlich wird regelmäßig gelüftet. Geturnt oder gesungen wird nach wie vor nicht. Als Alternative haben sich die Pädagogen kontaktlose Spiele einfallen lassen. „Es ist natürlich anders, aber wir verstehen und akzeptieren das. Da wird man erfinderisch“, schmunzelt Sommerer. Die Maßnahmen seien bereits so streng, dass man nicht mehr machen könne.

Kinder haben "eine Gaude beim Testen"

Regelmäßig werden die Kinder in der Schule getestet. „Überhaupt kein Problem“, sagt Sommerer, dass die Kinder dies schon „ganz selbstständig und allein“ machen. „Für die Kinder ist es eine Art chemisches Experiment, sie haben damit eher eine Gaude“, freut sich die Sonnbergerin über den reibungslosen Ablauf. Generell beobachtet sie, dass sich die Volksschulkinder sehr vernünftig und verantwortungsvoll verhalten. Ein Beispiel: Sie warten vor dem Hinaus- und Hineingehen, bis ihnen jemand beim Desinfizieren behilflich sein kann.

Drei Wochen nach der Wiederöffnung der Schule nehmen die Lehrer auch wahr, wie gerne die Kinder wieder da sind. Gedrückt werde die Stimmung allerdings durch die Abwesenheit jener Kinder, die zu Hause bleiben müssen. Trotzdem werden alle Schüler in Quarantäne mit den Materialien versorgt und von den Lehrern nach dem Unterricht betreut.

Sommerer betont, weiterhin vorsichtig zu bleiben, weil es leider schnell zu Infektionen kommen kann. „Wir tun unser Bestes und sind gewappnet.“ Ihr sei bewusst, dass die Sicherheitsmaßnahmen in der Schule einfacher einzuhalten seien als zu Hause. Deswegen bittet sie alle Kinder, auch am Nachmittag, wenn sie sich mit Freunden treffen, aufzupassen.