Eschen am Wallfahrtsort werden gefällt. Die Pilzkrankheit macht auch vor den Bäumen am Wallfahrtsort nicht Halt: Ende Oktober beginnen die Holzerntearbeiten.

Erstellt am 20. Oktober 2017 (05:42)
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Auch rund um die Wallfahrtskapelle in Klein Maria Dreieichen sind die Eschen vom Pilzbefall betroffen und müssen abgeholzt werden.

Das Eschentriebsterben beschäftigt derzeit die Förster im Land. In der Bezirkshauptstadt mussten deswegen zum Beispiel die Bäume im Wasserpark gefällt werden (die NÖN berichtete, siehe unten).

Pilz ist mit freiem Auge nicht sichtbar

Auch rund um die Wallfahrtskapelle Klein Maria Dreieichen müssen ab Ende Oktober zahlreiche befallene Eschenbäume entfernt werden. Der Pilz, von dem die Bäume befallen werden, bringt vor allem die jungen Triebe von Eschen aller Altersstufen zum Absterben.

Darum werden die kranken Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt, da von absterbenden Eschen jederzeit ein Ast abbrechen, sogar ganze Bäume unvorhergesehen umfallen könnten, heißt es in einer Aussendung der Gutmann‘schen Forstverwaltung. Die Holzerntearbeiten werden voraussichtlich bis Mitte November dauern.

Der Pilz ist mit freiem Auge nicht sichtbar, erst die Symptome – schüttere Krone bis abfallende Rinde – werden bemerkt. Wie Experten bereits bei einem Info-Abend im Hollabrunner Rathaus betonten, gibt es aus waldbaulicher Sicht zur Zeit keine Möglichkeit, den Pilz zielführend und nachhaltig zu bekämpfen. Die Hoffnung liegt nun auf jenen Eschen, die von Natur aus resistent gegen den Pilzbefall sind. Sie sollen ein zukunftsfähiges Genreservoir bilden.

„Esche in Not“ ist ein Projekt, welches vom Bundesforschungszentrum für Wald und der Universität für Bodenkultur ins Leben gerufen wurde, um den Pilzbefall zu erforschen, aber auch, um die resistenten Eschen zu vermehren.