Segelflugzeug landete auf Acker. Weil die Thermik unerwartet nachließ, sah sich ein deutscher Pilot gezwungen, auf einem Feld in Kleinriedenthal zur Landung anzusetzen.

Von NÖN Redaktion und Christoph Reiterer. Erstellt am 10. September 2021 (06:06)
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Ein Segelflugzeug mitten auf einem Acker zwischen Kleinriedenthal und Ragelsdorf – keine Not-, sondern eine Außenlandung, wie betont wird.
privat

Ein nicht alltägliches Schauspiel ereignete sich am Sonntagnachmittag, gegen 15.45 Uhr, auf einem Feld zwischen Kleinriedenthal und Ragelsdorf. Aufgrund schlechter Thermik musste ein Segelflugzeug zu einer Außenlandung ansetzen, wie es im Fachjargon heißt.

„Eine Rückkehr zum Startflugplatz Altlichtenwarth war nicht mehr möglich, auch der Excalibur-Flugplatz war nicht mehr erreichbar, sodass sich der Pilot zu einer Außenlandung entschloss“, berichtet Gerd Roloff von der Segelfluggruppe Benediktbeuern.

Traktor beförderte Segelflugzeug auf Wirtschaftsweg

Mithilfe des Grundeigentümers und eines Traktors wurde das Segelflugzeug auf einen Wirtschaftsweg gezogen, wo es von den Fliegerkameraden aus Altlichtenwarth in einen Hänger verladen wurde.

Roloff ist es wichtig, zu betonen, dass eine Außenlandung nichts Außergewöhnliches sei. „Es ist keine Notlandung!“ Das Flugzeug auf dem Acker habe aber natürlich zu einigem Aufsehen bei den Anrainern geführt. Das Segelflugzeug war in Altlichtenwarth zu einem sogenannten Ziel-Rückkehr-Flug nach Dobersberg gestartet und befand sich auf dem Rückflug, als am Nachmittag, entgegen der Wetterprognose, nicht mehr ausreichend Thermik vorhanden war.

Bei dem Piloten handelte es sich um einen Segelflieger aus Deutschland von der SG Benediktbeuern, der sich auf einem einwöchigen Segelfluglager bei den Fliegerkameraden in Altlichtenwarth befand.