„Leuchtturm“ mit 71 Steinen in Retz. Retzer Sonnenschein bringt Geld herein, heißt es nun: Beteiligung an PV-Anlagen möglich.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. August 2020 (04:48)
Stadtchef Helmut Koch, Regina Engelbrecht (eNu), Stadtrat Martin Pichelhofer, eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger und Gregor Danzinger (Unser Klima Retzer Land).
Lara Furtner.

Die Stadtgemeinde Retz errichtet zwei neue Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Dächern. Alle Retzer sind eingeladen, sich daran zu beteiligen, und erhalten dafür garantiert einen Sonnenbonus in der Höhe von 1,5 Prozent. Insgesamt werden 71 Sonnenbausteine vergeben.

Im Jänner lockte die Klima-Gala der Modellregion Retzer Land mit innovativen Ideen für eine lebenswerte Zukunft hunderte Besucher in den Stadtsaal. Nun steht das erste Projekt in den Startlöchern: Jeder Retzer hat ab 8. August die Möglichkeit, in die regionale Energiewende zu investieren.

Durch die Errichtung von zwei PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 160 kWp soll die energieintensive Wasserversorgung und Abwasserklärung der Gemeinde schon bald zu einem großen Teil mit eigenem sauberen Sonnenstrom betrieben werden. Ziel des von der Modellregion „Unser Klima Retzer Land“ initiierten und von der Energie- und Umweltagentur des Landes (eNu) unterstützten Projekts ist die Einbeziehung der Bürger.

„Investition, die alle zu Gewinnern macht“

„Klimaschutz bewegt uns in Retz. Als Teil der Klimamodellregion wollen wir uns auf den Weg zur erfolgreichsten Klimaregion in Niederösterreich machen“, sagt Bürgermeister Helmut Koch. Es sei eine Investition in die Zukunft, die ökologisch wie ökonomisch sinnvoll ist und alle zu Gewinnern macht, ergänzt Stadtrat Martin Pichelhofer. Begeistert zeigt sich auch eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger: „Das Sonnenkraftwerk Retz ist ein echtes Leuchtturmprojekt der Modellregion, das Signalwirkung weit über die Gemeindegrenzen hinaus haben wird.“

Regina Engelbrecht, Regionsleiterin der eNu im Weinviertel, unterstreicht die Bemühungen: „Durch ein Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsprojekt können auch Bewohner, die keine Dachfläche für eine eigene Anlage zur Verfügung haben, den Ausbau von erneuerbarer Energie unterstützen und gleichzeitig davon profitieren.“

Weitere fünf Gemeinden der Region bereiten bereits ähnliche Projekte vor, verrät Modellregionsmanager Gregor Danzinger. Damit könnte die Klimamodellregion Retzer Land die größte Bürgerbeteiligungsaktion des Landes NÖ verwirklichen. -cr-