Ansage ohne Wenn und Aber. Christoph Reiterer über den „Mann der Tat“ in der Opposition.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:27)

Fitnesscenter-Betreiber Sascha Bauer, der für die Liste von Langzeit-Stadtrat Wolfgang Scharinger im Gemeinderat sitzt, redet nicht lange um den heißen Brei. Fast könnte man meinen, er hätte sich das Credo des Bürgermeisters, ein „Mann der Tat“ zu sein, auf die Fahnen geheftet.

Nach dem angekündigten Ende des Fitnesscenters „enjoy“ quartiert er den Jiu-Jitsu-Verein, der dort seinen Stützpunkt verloren hätte, kurzerhand in seinem Betrieb in der Fußgängerzone ein. Geld scheint dabei keine große Rolle zu spielen. Die Idee, den von der Gemeinde benötigten neuen Kindergarten am „enjoy“-Standort zu etablieren, ist auf den ersten Blick nicht einmal so abwegig. Der Rest ist Verhandlungssache mit der Besitzerin.

Und dann sagt Sascha Bauer gerade raus, dass er Stadtmarketing-Obmann sein will. Falsche Bescheidenheit kann man dem demnächst 33-Jährigen nicht vorwerfen. Doch gerade im Stadtmarketing wäre es gar nicht so verkehrt, auch mal einen zu haben, der etwas lauter auftritt und aneckt – und dennoch ein Standing hat.