Antwort, die sich gewaschen hat. Über den schwarzen Bezirk, der noch schwärzer wurde.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 29. Januar 2020 (03:47)

In 18 von 24 Gemeinden des schwarzen Bezirks Hollabrunn hat die ÖVP noch einmal an Prozenten gewonnen, in 22 Gemeinden stellt sie weiterhin den Bürgermeister und gegenüber der letzten Wahl hat sie bezirksweit 18 Mandate zugelegt (auch wenn in der offiziellen Statistik 2015 die neun Bürgerlisten-Mandate in Retz und Zellerndorf noch der ÖVP zugeordnet wurden). Es ist also ein Jammern auf äußerst hohem Niveau, wenn man nun beklagt, in Hollabrunn „nur“ 20 von 37 Mandaten errungen zu haben und einem elften Mandat in Grabern nachtrauert, wo bezeichnenderweise wieder eine ÖVP-nahe Liste notwendig war, um für Spannung zu sorgen.

Dass eine solche „Listen-Euphorie“ von einer Wahl zur nächsten auch wieder verflogen sein kann, zeigte sich in Retz, wo die Bürgermeister-ÖVP – wohl auch als Antwort auf die Sexismus-Vorwürfe der SPÖ („Unterhosen-Affäre“) im letzten Sommer – alle Wahlkampf-Register zog und sich von 10 auf 17 Mandate katapultierte.

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