Die Dinge beim Namen nennen. Über die Frage, was Gemeinden jetzt leisten können.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 20. Mai 2020 (04:55)

So frustrierend und niederschmetternd sich die aktuelle Situation für viele Unternehmen darstellt, so unwahrscheinlich ist es, dass gerade Gemeinden hier nun als Rettungsanker herhalten können.

Die müssen selbst mit einem gewaltigen Krater in ihrem Jahresbudget rechnen. Zweistellige prozentuelle Rückgänge bei Kommunalsteuer und Ertragsanteilen werden prophezeit. Damit finanzieren die Gemeinden den sich hoffentlich bald wirksam öffnenden Rettungsschirm des Bundes übrigens indirekt mit.

Mit gutem Beispiel könnten sie jedoch vorangehen, was klare Kommunikation betrifft. In Hollabrunn und Wullersdorf war diese zuletzt holprig: Warum Wirtschaftshilfe unleistbar ist, während ein Grundsatzbeschluss für ein 21-Millionen-Euro-Projekt gefasst wird, ist für Außenstehende ebenso schwer nachzuvollziehen, wie die Debatte über einen fehlkalkulierten 80.000-Euro-Spielplatz, während kostenlose Kinderbetreuung in der Coronakrise noch nicht der Rede wert war.