Ein Kampf der Geschlechter. Über Vorwürfe, die sich Männer nie gefallen lassen müssen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 31. Juli 2019 (03:32)

In einer Diskussion rund um Förderungen für Spielplätze sah sich NEOS-Mandatarin Ulrike Vojtisek-Stuntner plötzlich mit dem Satz konfrontiert, dass sie ja gar keine Kinder habe. Ein subtiler Hinweis, dass sie darum nicht bewerten könne, ob ein Spielplatz gut genutzt wird oder nicht? Wäre diese Aussage gefallen, wenn Vojtisek-Stuntner ein Mann wäre? Wohl kaum. Können Frauen, die keine eigenen Kinder haben, beurteilen, ob ein Spielplatz frequentiert wird? Natürlich, sie haben ja Augen im Kopf.

Es ging bei der Förderfrage um Maissaus Finanzen. Diese hat Vojtisek-Stuntner im Blick, sie hinterfragt Investitionen. Unbequem für die Mehrheitspartei, aber ihr gutes Recht als vom Bürger gewählte Mandatarin. Bei der Entscheidungsfindung muss vieles berücksichtigt werden: Zahlen und Fakten, Bedürfnisse der Bürger und der Region. All das spielt eine Rolle, wenn eine Gemeinde weiterentwickelt werden soll. Ob jemand Kinder hat, ist dabei nicht einmal Nebensache.