Großkonzern geht höflich. Christoph Reiterer über Adventthemen in der Hollabrunner Politik.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 22. November 2017 (04:25)

Dass in Hollabrunn nun Ende November über eine Schulstarthilfe debattiert wird, hat schon wieder etwas Originelles. Wohlwollend könnte man meinen, hier wird mit Weitblick gearbeitet, um eine ordentlich durchdachte Regelung fürs nächste Schuljahr zu schaffen.

ÖVP und FPÖ finden‘s verwerflich, dass die SPÖ ihre Diskussionsgrundlage für die kommende Sozialausschusssitzung schon im Vorfeld verrät. Warum eigentlich? Schadet ja nicht, sich darauf vorbereiten zu können, ob man die rote Forderung (Schulstart-100er für sämtliche Pflichtschüler, Finanzierung durch Auflösung der Immobilientochter KommReal) lobenswert findet oder doch argumentativ zerpflücken mag.

Apropos Finanzierung: Nachdem sich mit Bipa nun wieder ein renommierter Fachhändler aus der Fußgängerzone verabschiedet, wird‘s wohl nicht mehr lange dauern, bis die Stadtregierung mit den Kosten fürs Stadtmanagement bombardiert wird. Rewe zeigte sich jedenfalls höflich, denn dass die Renovierungskosten der wahre Grund für den Bipa-Abgang sind, glaubt nicht einmal der Weihnachtsmann.