Günstig und missgünstig. Über Gespött wegen eines Spottpreises.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 03. März 2021 (04:27)

Jetzt ist es also tatsächlich so weit gekommen: Der Graberner Bürgermeister, Baumeister Herbert Leeb, hat das Angebot seiner Firma für den notwendigen Umbau des Gemeindeamts zurückgezogen. Die 1.700-Einwohner-Nachbargemeinde von Hollabrunn hat sich damit einen Eintrag in die kommunalen Geschichtsbücher verdient. Denn es ist vermutlich einzigartig, dass ein Angebot durchfällt, weil es zu günstig ist.

Und das in Wahrheit nur, weil sich Bürgermeister-ÖVP und ÖVP-nahe Bürgerliste nicht so recht riechen können. Die einen sagen, dass sie nur über die Angelegenheit diskutieren wollten. Der andere sagt, dass er erst ein Angebot legte, als alle Parteien schriftlich zugestimmt hatten, und er eben um zigtausende Euro günstiger sein konnte, weil er im Sinne der Gemeinde nicht auf Gewinn aus war. Eine schlüssige Antwort, warum dieser Patzen Geld nun durch die Lappen geht, gibt’s nicht. Sicher ist: Dieses Resultat ist alles, nur nicht im besten Sinne der Gemeinde Grabern.