Auf zu leichter Schulter. Über die Rinder außer Rand und Band.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 22. Januar 2020 (05:16)

So schräg der Fall der Goggendorfer Black-Angus-Rinder ist, die regelmäßig von ihrer Weide das Weite suchen und durch den Ort marschieren, so ist es doch immer unverständlicher, dass die Mühlen der Bürokratie hier so langsam mahlen.

Dass die Rasse sehr bewegungsfreudig und neugierig ist und die erforderlichen Formalitäten für ein Eingreifen sehr komplex sind, mag ja eine gute Erklärung für die Sachlage sein. Eine gute Entschuldigung dafür, dass fremdes Eigentum beschädigt wird und die Polizei ausrücken muss, ist es aber nicht. Und schon gar nicht dafür, dass man Kinder nicht mehr guten Gewissens ohne Schutz auf die Straße lassen kann. Was los ist, sollte durch eine Verkettung unglücklicher Umstände doch einmal etwas passieren, will man sich gar nicht vorstellen.

Wenn man bei Schlaglöchern mit „Gefahr in Verzug“ argumentieren kann, müsste das doch auch bei umherirrenden hunderte Kilo schweren Rindern möglich sein. Alles andere erscheint ebenso unvorstellbar.