Austausch von Animositäten. Christoph Reiterer über die anhaltende Debatte übers „Hütterl am Teich“.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 08. August 2018 (04:40)

So weit, dass ein Unternehmer zum Spielball der Politik wird, sollte es eigentlich nie kommen. Im Fall des „Hütterls am Teich“ in Hollabrunn ist ês aber längst geschehen. Es geht in der Debatte nicht mehr darum, ob dort am Messegelände ein Lokal bestehen bleiben soll, sondern wie beliebt oder unseriös der derzeitige Betreiber ist.

Dass die Volkspartei diesem nun Gewinnsucht vorhält und feststellt, das Hütterl sei gar keine Herzensangelegenheit für ihn, ist harter Tobak. Ob das nicht besser hinter verschlossenen Türen geblieben wäre, müssen die VP-Funktionäre, die dafür am Pressefoto geradestanden, mit sich ausmachen. Der Weg zurück an den Verhandlungstisch – eine Sackgasse.

Dass die Liste Scharinger jetzt sauer ist, von den Schwarzen mit jenen in einen Topf geworfen zu werden, die einst tatsächlich die Hütterlpacht-Kündigung unterstützt haben, ist verständlich. Ob hier aber in empörender Weise interne Vertraulichkeiten ausgeplaudert wurden? Eher sind es Informationen, auf die der Steuerzahler immer ein Recht haben sollte.