Hollabrunn

Erstellt am 07. März 2018, 05:21

von Christoph Reiterer

Das wäre nicht gut gegangen. Christoph Reiterer über die Lieber-doch-nicht-Wahlanfechtung der Grünen.

Dass mit dem Hollabrunner Georg Ecker die Nummer zwei der Grünen über die Piste flitzte, als in der Landesausschuss-Sitzung seiner Partei über eine mögliche Anfechtung der Landtagswahl befunden wurde, hat eine gewisse Aussagekraft. Übel nehmen muss man ihm das freilich nicht, denn die Gefahr, dass eine solche Beeinspruchung ein Schuss ins Knie wäre, war viel zu groß.

Da geht es gar nicht um die Ideologie, denn diese Zweitwohnsitzerregelung, die Auslöser der Überlegungen war, ist wahrlich nicht gelungen. Doch neben dem finanziellen Fiasko, das Ecker ins Treffen führt, hätten die Grünen bei erfolgreicher Anfechtung mehr denn je um den Verbleib im Landtag bangen müssen. Wahnsinnig geschätzt sind Wahlwiederholungen schließlich nicht.

Zur Meinung, die aktuelle Regelung für Zweitwohnsitzer sei völlig ausreichend: Ausgerechnet beim Wahlrecht, einer der tragenden Säulen der Demokratie, recht leger vorzugehen, während wir in einer Zeit leben, wo einem gefühlt sogar der Toilettengang vorgeschrieben wird, ist nicht sehr schlüssig.