Des Pudels (Obst-)Kern. Über einen ökologischen Fußtritt ins Gesicht.

Von Sandra Frank. Erstellt am 18. September 2019 (05:16)

Bewusstsein für regionale Produkte: Ein Mantra der heimischen Bauern, wenn es um ihre Existenz und den Qualitätsstandard von Lebensmitteln geht. Doch was hilft das beste Bewusstsein von Otto Normalverbraucher, wenn selbst Bundeseinrichtungen die billigeren Massenanbieter bevorzugen?

Ein Hollabrunner Bauer schaut jetzt bei den Justizanstalten durch die Finger. Die Verträge seien so formuliert, dass der kleine Landwirt aus dem Nachbarort die Bedingungen unmöglich erfüllen kann. Hört man sich intern um, ist damit niemand glücklich. Interventionen aus dem Landwirtschaftssektor verhallen. Dabei wäre der frisch gepflückte Apfel von nebenan den Insassen sicher lieber, als der geschmacklose Paradeiser aus dem Glashaus, den ein Großkonzern liefert; besser und mit kleinerem ökologischen Fußabdruck.

Jene, die sich im Wahlkampf gerade den Klimaschutz an die Fahnen heften, haben hier jedenfalls etwas zu reparieren, wenn sie gewählt werden.