Dicke Haut und Kuhhaut. über die magere Frauenquote im Hollabrunner Gemeinderat.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 15. September 2021 (05:33)

Mit drei Damen im sechsköpfigen Gemeinderatsteam durften sich die Hollabrunner Grünen rühmen, als einzige eine 50:50-Geschlechterquote hinbekommen zu haben. Doch nach eineinhalb Jahren ist es damit vorbei.

Gabriele Bodei hat genug, für ihre Nachfolge steht – zum Leidwesen des Klubchefs – keine Frau mehr bereit. Dass die Grünen bei insgesamt nur neun Frauen im gesamten Hollabrunner Gemeinderat immer noch die beste Frauenquote aufweisen, ist nichts, worauf man stolz sein müsste. Fragt sich schon eher, warum sich trotz Gleichstellungsbekenntnissen und -wünschen so wenige Frauen die Lokalpolitik antun.

Schroffer Umgangston, der „dicke Haut“ erfordert, trägt bestimmt sein Scherflein dazu bei. Nicht allen gelingt es, ihre Meinung respektvoll zu äußern. Die derzeitige gesamtgesellschaftliche (Corona-)Situation wäre ein guter Anlass, sich hier selbst an der Nase zu nehmen; denn wie sich Geimpfte und Impfgegner mitunter beflegeln, geht auf keine Kuhhaut.