Dieser Schritt war logisch. Über Fußball-Trainerin Maria Wolf aus Obritz.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 12. August 2020 (02:43)

Dem Wolf wird in der Mythologie gerne die Rolle des Wandelbaren zugeschrieben. Das passt auch für die Obritzer Fußballtrainerin Maria Wolf. Nachdem sie als erste Frau Österreichs ein Herrenteam trainierte und dementsprechend für Schlagzeilen sorgte ( wir hatten berichtet, siehe hier und unten), kam sie zuletzt im Betreuerstab des erfolgreichen Frauennationalteamchef Dominik Thalhammer unter, ehe dieser den LASK übernahm. Und Wolf auf der Suche nach einem neuen Rudel war und dieses in St. Pölten fand. Dabei wieder mit einer Premiere für sie: als Cheftrainer eines heimischen Damenbundesligisten.

Wolf hat damit auch bewiesen, dass sie kein „One Hit Wonder“ ist, ihre Zukunft sehr wohl im Trainergeschäft sieht – und dass ihre Kenntnisse – die Obritzerin ist immerhin im Besitz der UEFA A-Lizenz – auch außerhalb des Weinviertels Beachtung finden. Selbst wenn es auf den ersten Blick wie ein Rückschritt erscheint – nach Herrenmannschaft und Frauennationalteam.

Mit ihrer offenen und direkten Art geht Wolf im beinharten Fußball- und Trainergeschäft keinen leichten Weg. Aber den ist die Lehrerin ohnehin nie gegangen. Dementsprechend ist der Schritt, in St. Pölten gleich einen Cheftrainerinnenposten zu übernehmen, fast logisch.