Gwirkst mit der G’werkschaft. Über das Parkplatz-Missverständnis im Justizbereich.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 20. November 2019 (04:39)

Die Parkplätze für Bedienstete von Justizanstalten kosten jetzt Geld. Auch im 600-Seelen-Dorf Sonnberg. Ausnahme unmöglich, weil das für den gesamten Bundesdienst zu gelten hat. Schau an. Allzu weit muss man nicht blicken, um Bundesbedienstete auszumachen, die für ihren Parkplatz nicht zahlen. Die Personalvertretung feilt ohnehin gerade an einer Auflistung jener Stellen, wo das der Fall ist. Das Bundeskanzleramt habe im Übrigen bestätigt, dass Ausnahmen möglich wären. Unstrittig ist, dass Bedienstete zwangsbeglückt werden, die aufs Auto angewiesen sind, Besucher weiter gratis parken.

Die Frage, welche Unsumme die Parkplatzgebühr in die Staatskasse spült, blieb unbeantwortet. Viel Rechenkunst braucht es aber nicht, um zu hinterfragen, ob es das ganze Gwirkst wert ist. Schade, dass die Lokalpolitik lieber Fersengeld gab und der Einladung zur Dienststellenversammlung am Gefängnisparkplatz fernblieb. Wäre eine Möglichkeit gewesen, Rückgrat zu zeigen.