Herr Doktor, da zwickt‘s!. Über ein bald chronisches medizinisches Problem.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 11. September 2019 (04:39)

Was die ärztliche Versorgung betrifft, sei Hollabrunn der problematischste Bezirk im Weinviertel, meinte SPÖ-Wahlkämpferin Melanie Erasim bei einem Besuch in der Bezirkshauptstadt, und fordert, Anreize zu schaffen. Tatsächlich hatten zuletzt gerade Gemeinden in Grenznähe erhebliche Sorgen, Kassenarztstellen nachzubesetzen.

Es ist für die Mediziner einfach nicht lukrativ genug, wird argumentiert. Da wird einem jetzt für die Zukunft allerdings angst und bange, wenn die Mistelbacher NÖN berichtet, dass Wolkersdorf eine 30.000-Euro-Förderung für ansiedelungswillige Kassenärzte ausschütten will; eine Stadt, die wesentlich größer als Retz ist und an der Wachstumsachse der Nordautobahn liegt. Wenn der Ballungsraum schon unattraktiv ist, kann „unserer“ Peripherie nichts Gutes schwanen.

Die Wolkersdorfer Geldspritzenidee in Ehren: Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Ein Gemeinderatsbeschluss wird keine nachhaltige Lösung für das (Land-)Arztdilemma sein.