Kein Angebot, keine Nachfrage. Über den ländlichen Raum, der nicht an Attraktivität gewinnt.

Von Sandra Frank. Erstellt am 19. Februar 2020 (05:11)

Der ländliche Raum hat es wahrlich schwer, attraktiv zu bleiben: Die öffentlichen Verkehrsverbindungen sind spärlich. Die ärztliche Versorgung wird dünner. Es scheint, als würden nur noch Idealisten Landarzt sein wollen. In Seefeld-Kadolz kehrte ein Mediziner aus seinem Ruhestand zurück, weil kein Nachfolger gefunden werden konnte.

Nahversorger kämpfen ums Überleben, obwohl jeder, der gefragt wird, beteuert, Regionalität zu unterstützen. Jetzt folgt das nächste Mosaiksteinchen, das das Leben sogar in der Bezirkshauptstadt erschwert: Apotheken mussten aufgrund des Arbeitszeitgesetzes die Nachtdienstregelung ändern.

Arbeitnehmerschutz ist natürlich richtig und wichtig. Dennoch muss die Politik endlich die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, damit der ländliche Raum nicht zunehmend ausgedünnt wird. Denn die Katze beißt sich in den Schwanz: Ohne Angebot wird es keine Nachfrage geben. Und ohne die keine neuen Angebote.