Kuschelkurs ist passé. Über die neue Erkenntnis von Listenführer Scharinger.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:46)

Die NÖN-Diskussion zeigte es nun einmal mehr: Wenngleich die ÖVP in Hollabrunn über eine erdrückende Mehrheit verfügt und Bürgermeister Babinsky versucht, die Mitstreiter mit amikalem Führungsstil milde zu stimmen, wollen sich die vier weiteren wahlwerbende Parteien nicht ihrem Schicksal ergeben. Dabei standen die Vorzeichen bei der insgesamt friedfertigen Debatte verkehrt: Vom sonst gern angriffigen SPÖ-Chef Dechant gab es sanfte Töne, während es in Wolfgang Scharinger merklich rumorte. Am Montag brach es aus dem Bürgerliste-Vulkan dann heraus.

Nachdem er zuletzt bei einem Fototermin „vergessen“ worden war, wurde er nun als zuständiger Stadtrat auch bei Bad- und Eislaufplatzermäßigungen außen vor gelassen. Das nimmt er Babinsky übel. 2016, nach dem Bruch mit der FPÖ, hatte Scharinger noch verkündet, dass man mit der ÖVP auskommen müsse, um als kleinere Fraktion etwas bewegen zu können. Schaut nicht so aus, als würde er diesen Kurs beibehalten.