Neidisch auf ein Strohfeuer. Christoph Reiterer über einen Druck, der noch nicht in dieselbe Richtung geht.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 16. Januar 2019 (04:56)

Sie rufen vergebens nach einem zweigleisigen Ausbau, weil‘s kein Geld dafür gibt, beklagen leere Versprechen und vermissen den Druck auf die Regierung. Nein, die Rede ist nicht von Nordwestbahn-Nutzern im Bezirk Hollabrunn, sondern von Mitgliedern einer Pendlerinitiative im Nachbarbezirk Mistelbach, die ihre Ostbahn als Stiefkind sehen.

Es mag für manche hierorts wie ein Treppenwitz klingen, dass diese neidvoll auf Hollabrunn blicken, wo sie mehr politischen Druck zu wissen glauben. Dabei ist der Zwist um diesen Polit-Druck gerade um ein kurioses Kapitel reicher. VP-Bezirksobmann Richard Hogl griff am Neujahrsempfang die Bezirks-SPÖ scharf an und flog nach einem NÖN-Bericht aus einer Facebook-Gruppe von Nordwestbahn-Pendlern, die sich beleidigt fühlten.

Vielleicht zeigen ja jetzt die kalmierenden Worte des Genossen Goldinger eine Wirkung. Zeit wär‘s, sich irgendwie die Hand zu reichen, damit die Mistelbacher wirklich mal zurecht neidisch sein können.