Randbezirk, bitte warten. Über ein bisschen Hollabrunner Selbstmitleid.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 14. August 2019 (04:55)

Der gelernte Hollabrunner ist es mittlerweile gewohnt, gegenüber Nachbarbezirken das Nachsehen zu haben. Der ewig hinausgezögerte Ausbau der Weinviertler Schnellstraße, deren von so vielen ungeliebter 2+1-Querschnitt zwischen Stockerau und Hollabrunn und der verlässlich verhallende Ruf nach einem Ausbau der Nordwestbahnstrecke haben sich besonders ins Gedächtnis gebrannt.

Im Hollabrunner Pflege- und Betreuungszentrum (Pflegeheim darf man nicht mehr sagen) nehmen sie uns jetzt auch noch die Direktorin weg, die in den letzten Monaten offenbar einen guten Job gemacht hat, und schicken sie nach Tulln. Das wiederum weckt die Erinnerung an den auf den St. Nimmerleinstag verschobenen Neubau der Pflegeeinrichtung. Dem Vernehmen nach werden die anstehenden Projekte in Korneuburg und Mistelbach Vorrang genießen.

Der gelernte Hollabrunner sollte also geduldig und gelassen sein. Ein bisschen Jammern muss aber erlaubt sein.