Schule darf kein Spielgeld sein. Christoph Reiterer über eine NMS-Sanierung, die nicht unumstritten ist.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 28. Februar 2018 (08:48)

Im Schmidatal wird immer noch darüber diskutiert, ob die Sanierung der Ravelsbacher Mittelschule sinnvoll ist oder ob man nicht doch intensiver über eine Gesamtlösung in Ziersdorf nachdenken sollte. Dass Ravelsbachs Bürgermeister Walter Schmid jeden Anflug dieser Debatte im Keim ersticken will, ist nur zu verständlich.

So eine Schule ist schließlich ein bedeutendes Identitätsmerkmal für eine Gemeinde. Eine derartige Einrichtung setzt man nicht leichtfertig aufs Spiel. Der Verlust wäre ein entwicklungspolitischer Nackenschlag und würde allen Bemühungen widersprechen, das Schmidatal als aus Wien leicht erreichbare Zuzugsregion zukunftsfit zu machen.

So gesehen und weil in sämtlichen Gemeinden ohnehin nur eine Partei das Sagen hat, ist es nur schwer nachzuvollziehen, warum hier nicht alle Beteiligten längst auf Linie sind. Natürlich geht’s wie immer ums liebe Geld und wollen die Bürgermeister ihren Gemeindesäckel möglichst gering belastet wissen. Ausgerechnet auf dem Rücken von Familien zu feilschen, ist jedoch keine gute Botschaft.