Teufelskreis zu durchbrechen. Über die Hürde von 4.225 Köpfen im Retzer Land.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 17. April 2019 (03:51)

Pulkau hatte zuletzt genau einen Einwohner weniger als vor 15 Jahren; Retzbach um 61 weniger; Schrattenthal um zwei weniger; Zellerndorf um 176 weniger; nur Retz tanzt mit fast 50 mehr ein wenig aus der Reihe. Insgesamt aber freilich keine glorreichen Voraussetzungen, in den Retzer-Land-Gemeinden ein Glasfaser-Projekt aus dem Ärmel zu schütteln, für das noch dazu eine Zweidrittelbeteiligung notwendig ist. Jene, die nicht im datenübertragungstechnischen Mittelalter leben wollen, sind zum Teil abgewandert oder eben (noch) nicht hierher gezogen.

Für die Gemeinden ist das ein Teufelskreis. Die einen schrecken vor kostspieligen Vorleistungen zurück, weil dann in den nächsten Jahren kein Geld für andere Projekte vorhanden wäre. Wenn sich die Bevölkerungszahlen in den nächsten Jahren ähnlich entwickeln, wird das sowieso obsolet, argumentieren die anderen. Sollte die 66-Prozent-Hürde verfehlt werden, ist jedenfalls jede Lösung besser als gar keine Lösung.