Wenn Polit-Streit Fremdwort ist. Christoph Reiterer über mehr und weniger umkämpfte Gemeinden.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 30. Januar 2019 (05:11)

2019 wird der Bürgermeister-Sessel frei, hatte Alfred Schuster im Sommer 2017 im NÖN-Gespräch verkündet. Ein Mann, ein Wort. Jetzt, nach mehr als zehn Jahren an der Spitze der kleinen Stadtgemeinde Schrattenthal, ist sein Rückzug amtlich. Der Neue aus der VP-Riege steht schon in den Startlöchern.

Es waren zwei harmonische Perioden für Alfred Schuster, in denen kaum politisches Kleingeld gewechselt wurde. Darauf darf er stolz sein, dazu braucht es das nötige Fingerspitzengefühl und soziale Kompetenz. Nicht zu vergessen allerdings: Dazu braucht es auch eine Opposition, die sich selbst nichts erwartet und sich in ihrer untergeordneten Rolle fügt. Tendenziell sind die Reibungspunkte in so überschaubaren Gemeinden auch geringer.

Wo‘s im nahenden Gemeinderatswahlkampf weniger harmonisch wird, lässt sich demnach nicht schwer erraten: In Göllersdorf und Retz fliegen die Hacken ein Jahr vorm Urnengang bereits tief. In Hollabrunn hofft die Opposition weiter auf einen angreifbaren Bernreiter-Nachfolger.