Wer spendet ein Baustellenbier?. Christoph Reiterer über eine Kritik, die politisch gewagt war.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 27. Februar 2019 (04:25)

Den Finger auch dorthin zu legen, wo es vielleicht wehtut; die Geldflüsse zu hinterfragen. Das zählt zweifellos zu den Aufgaben von Oppositionspolitikern. In manchen Gemeinden fehlt dieser kritische Blick, der aufgeschlossenen Bürgermeistern sogar willkommen ist, weil er quasi eine Qualitätskontrolle der Arbeit darstellt. Man kann sich aber auch die Finger verbrennen.

Dann zum Beispiel, wenn man in öffentlicher Sitzung ausgerechnet bei jenen aneckt, die eigentlich als unangreifbar gelten; geschehen in Maissau, wo die NEOS-Mandatarin fehlende Eigenleistung beim Neubau des FF-Hauses ortete. Sympathiepunkte sammelt man so ein Jahr vor der Gemeinderatswahl eher nicht und es wäre sicher geschickt gewesen, sich vorab mit den Ehrenamtlichen auf einen Saft zusammenzusetzen.

Studien belegen übrigens, dass der Termin- und Leistungsdruck in der Arbeitswelt immer höher wird. Auch das sollte man beim Ruf nach mehr Eigenleistung nicht vergessen.