Wird Tanz auf der Rasierklinge. Über die dünne Kaderdecke des SV Ziersdorf.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:12)

In der Coronapause blieb viel Zeit zum Rekapitulieren beim SV Ziersdorf. Nach der total verpatzten Herbstsaison glich dieser Prozess einer Schadens analyse. Dennoch hatte man Glück im Unglück, verhinderte doch der frühzeitige Saisonabbruch einen Totalschaden, sprich Abstieg.

Ist die Stimmung bis zum Ende der Übertrittszeit wieder optimistischer gewesen, hört man jetzt erneut pessimistische Stimmen.

Allen voran Trainer Harald Fischer, der von einer zu dünnen Kaderdecke spricht. Anders ausgedrückt, schlägt der Verletzungsteufel zu, dann herrscht Alarmstufe rot. Und wie schnell man da abrutschen kann, da bedarf es nur eines Seitenblicks zum Bezirksrivalen aus Heldenberg. Dieser wurde – obwohl ausgestattet mit einem guten Kader und noch besserem Mannschaftsgefüge – aufgrund vieler Ausfälle bis ans Tabellenende durchgereicht.

Dies gilt es in Ziersdorf zu verhindern. Die Basis, sprich Leistungsträger, ist absolut ligatauglich und gut in Form – Stichwort Rückkehrer David Steiner. Aber dahinter wird es eng. Freilich wäre es jetzt verfrüht, den Teufel schon an die Wand zu malen.

Nur eines ist klar: Ein junges Team, das allerdings nur aus einem kleinen Kader schöpfen kann, aus einer sportlichen Abwärtsspirale zu befreien, wäre schon ein sehr, sehr schwieriges Unterfangen.