Entscheidungen mit Weitblick. Über die Hollabrunner Handballherren.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 27. Mai 2020 (03:54)

Als großer Verlierer standen die Handballherren des UHC Hollabrunn – nach dem frühzeitigen Saisonabbruch – noch vor einigen Wochen da. Als Bundes liga-Tabellenführer, in Topform und als Favorit auf den HLA-Aufstieg wurden Manager Gerhard Gedinger, Trainer Ivica Belas und Co. um den Meister titel gebracht. Dementsprechend groß war der Katzenjammer in der Bezirkshauptstadt. Und die Stimmung anhand der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise und Ungewissheit, wann es im Handball hierzu lande weitergeht, ebenso trist.

Ein paar Wochen später scheint nicht nur die Sonne über Hollabrunn, sondern ist auch die Stimmung beim UHC deutlich aufgelocketer. Mit der Verpflichtung von Spielmacher Kevin Wieninger sowie der Tatsache, dass kein Leistungs träger auf dem Feld mehr geht, dürfte der Kader – trotz der Abgänge von Andreas Dräger und Igor Vuckovic – deutlich stärker geworden zu sein. Das ist auch ein Signal an die Konkurrenz, dass man willens ist, die Mission Aufstieg eben 2021 zu Ende zu bringen.

Zudem wurde ein neuer Co-Trainer geholt, Jörg Sibral. Mit ihm wird das Know-how auch an der Seitenlinie größer werden. Vor allem, weil er die Unter-20 und U18 unter seinen Fittichen hat. Damit wird der UHC seinem Anspruch – Haupt augenmerk auf die Kinder und Jugendliche zu legen – vollends gerecht wird. Fast alle Nachwuchs coaches haben zudem eine A Lizenz, selten in Österreichs Handballszene. Egal wie trist und grau die letzten paar Wochen und Monate waren, die Zukunft scheint wieder etwas strahlender zu sein beim UHC.