Gutes Näschen wiederfinden. Über die Sturmproblematik beim SC Retz.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 23. September 2020 (00:06)

Der überraschende Abgang von Angreifer Petr Kirschner ist der traurige Höhepunkt der verzweifelten Stürmersuche beim SC Retz in den letzten Jahren. Die fehlende Klasse im Sturmzentrum ist ein Mitgrund, weshalb man in den Vorsaisonen immer vorne mitspielte, es aber knapp nie zum Titel reichte.

Dabei war der SCR dafür bekannt, Top-Offensivspieler aus dem benachbarten Ausland zu holen. Ein paar Beispiele: Vaclav Danek, Robert Pacinda, Tomas Demjanovic oder zuletzt Jan Schulmeister – sie alle schlugen in der Weinstadt ein. In den letzten Jahren scheinen die Vereinsverantwortlichen aber ein bisschen das Gespür dafür verloren zu haben. Denn seit Jahren wird versucht einen Goalgetter zu finden, der im Sturmzentrum regelmäßig für Tore sorgt. Egal ob Kirschner, davor Libor Zondra oder Daniel Kavka – sie alle hatten zwar ihre Qualitäten, aber bei Weitem nicht den gewünschten Torriecher.

Ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen: Mit einem Goalgetter à la Danek wäre der Meistertitel schon wieder einmal am Sportplatz in die Höhe gestemmt worden. Deshalb sollten Sektionsleiter Werner Mischling und Co. schleunigst ihre Näschen für treffsichere Spieler wiederfinden.