Jetzt darf nichts mehr passieren. Über die Retzer Personalsorgen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 16. Oktober 2019 (02:28)

Seit Wochen predigt Retz-Coach Robert Haas, dass in Sachen Verletzungen nichts passieren darf, weil die Kaderdecke des Zweitplatzierten der 1. Landesliga äußerst dünn ist. Jetzt ist es aber doch passiert, mit den beiden Abwehrspielern Florian Anderle und Stefan Bräuer erwischte es gleich zwei wichtige Leistungsträger. Kein Wunder, dass die Stimmung bei Haas und Co. trotz des sehr überzeugenden 4:2-Heimsiegs gegen Gaflenz etwas gedämpft war.

Denn trotz der guten Ausgangsposition können genau solche Ausfälle die Retzer um die Früchte ihrer harten Arbeit im Herbst bringen. Erste Bewährungsprobe wird Ardagger sein. Kommen Kapitän Ferdinand Weinwurm und Co. schadlos über diese Hürde, spricht die Auslosung – Schlusslicht Spratzern, der Vorletzte Ortmann und Aufsteiger Mannersdorf – dafür, dass Retz sogar als Erster überwintern könnte.

Das ist aber noch Zukunftsmusik, die Gegenwart wird schwierig genug. Allerdings sollte die Personalsituation auch ein Warnschuss für die Vereinsverantwortlichen sein, dass im Winter unbedingt nachgebessert werden muss. Zumindest wenn der Meistertitel das erklärte Ziel ist. Wenn nicht, reicht auch dieser Kader. Dann darf aber niemand im Frühjahr das „M-Wort“ in den Mund nehmen.