Jetzt geht’s ans Klinkenputzen. Sonnenbergüber die Hollabrunner Handballherren.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. Juli 2020 (00:05)

Während die Coronakrise bei vielen Leuten für Untätigkeit oder Fadesse sorgte, war UHC Hollabrunn-Manager Gerhard Gedinger damit beschäftigt, auch für die neue Handballsaison einen meisterwürdigen Kader zusammenzustellen.

Einen, der 2021 das schafft, was ihnen der Saisonabbruch 2020 verwehrt hat: den Bundesligameistertitel und HLA-Aufstieg. Das ist „Tausendsassa“ Gedinger geglückt, mit der Unterschrift von Kreisläufer Maximilian Wagner steht die Mannschaft von Erfolgstrainer Ivica Belas. Auf dem Papier scheint sie trotz einiger Abgänge noch stärker zu sein als in der Vorsaison – und damit auch eine Warnung an die Konkurrenz.

Doch gehört zu einem Titel und Aufstieg nicht nur das Sportliche, sondern auch die wirtschaftliche Seite nicht außer Acht zu lassen. Gedinger wird nicht müde zu betonen, dass Hollabrunn in der obersten Spielklasse nur dann Sinn hat, wenn auch hier die Rahmenbedingungen passen. Und so schwer die Kadererstellung war, noch deutlich schwerer wird es jetzt sein, den Sponsorenpool zusammenzuhalten.

Denn in Zeiten der Krise steht das Sportsponsoring (zu Recht) eher weit hinten bei den Unternehmern und Firmen. Umso mehr ist es wichtig für Gedinger und Co. hervorzuheben, welchen Wert die Marke UHC Hollabrunn für die lokale Wirtschaft hat. Da ist viel Klinkenputzen und Überzeugungsarbeit angesagt. Auch wenn sich die Erfolge des Vereins – egal ob im Nachwuchs oder Leistungssport – sehen lassen können. Denn ganz nach oben geht es nur, wenn alle gemeinsam an einem Stang ziehen.