Jetzt müssen die Fetzen fliegen. Über die Mini-Krise der Hollabrunner Handballer.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 14. Oktober 2020 (00:45)

Ärger, Fassungslosigkeit und auch ratlose Gesichter – das war am Sonntagabend in der Tullner Sporthalle im Lager des UHC Hollabrunn zu sehen. Zum zweiten Mal in Folge lieferten die Bundesligaherren auswärts eine indiskutable Leistung ab. Das ist insofern befremdlich, dass die UHC-Handballer in der eigenen Halle bisher ausnahmslos Gala-Auftritte hinlegten. Also an mangelndem Können oder fehlender Form kann es nicht liegen.

Manager Gerhard Gedinger ortet mittlerweile eine gewisse Bequemlichkeit bzw. einen Schlendrian, der sich eingeschlichen hat. In der Fremde fehlt oft die letzte Bereitschaft, sich zu quälen und in unangenehmen Situationen über die Schmerzgrenze zu gehen. In einer so ausgeglichenen Liga, wie der Spusu Challenge, ist 
das zu wenig. Vor allem seinen Legionären stellt Gedinger jetzt die Rute ins Fenster.

Am Montagabend gab es eine Aussprache, wo all diese Punkte ausführlich besprochen wurden. Dabei ging es auch lautstark zur Sache. Das ist gut, denn wenn jetzt die Fetzen fliegen, dann ist die Chance größer, schneller wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Denn am großen Ziel, dem Meistertitel und Aufstieg, hat sich ja nichts geändert in der Bezirkshauptstadt.