Solche „Dinos“ sind selten. Über die 100-Jahr-Feierlichkeiten des ATSV Hollabrunn.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 31. Dezember 2019 (02:09)

100 Jahre ATSV Hollabrunn! Am vergangenen Freitag und Samstag ließ sich der Fußballplatzhirsch in der Bezirkshauptstadt zwei Tage lang feiern und hochleben. Und präsentiert sich momentan als gesunder und sportlich erfolg reicher Verein. Auch weil die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus geriet und die teilweise unerfreuliche Vergangenheit vergessen ließ. Was bei diesem runden Jubiläum besonders auffiel: Die Stimmung ist positiv, Vereinslegende Günter Hasenberger sprach sogar von einer „rosigen Zukunft“.

Das ist in einer Stadt, die jahrzehntelang mit dem ATSV und SC zwei Vereine hatte sowie den Absturz des FK Blau-Weiß verkraften musste 2016, keine Selbstverständlichkeit. Warum ist das so? Weil die familiäre Atmosphäre im Verein in den letzten Jahren gewachsen ist, viele Ex-Spieler mittlerweile auf anderen Positionen im Verein tätig sind und man sich auf das konzentriert, was den Amateurfußball so großartig macht: Kameradschaft und sportliche Betätigung.

Genau deshalb sind Vereine wie der ATSV, einer der Dinosaurier auf der Fußballlandkarte des Weinviertels, so wichtig. Ganz besonders in einer Zeit, wo der niederösterreichische Fußballverband Jahr für Jahr die schrumpfende Zahl der Vereine beklagt. Da braucht es solche „Dinos“, die zwar nicht aussterben, aber immer seltener werden.