Wenn der Erfolg zu wenig ist. Über die Volleyballer der SG Bisamberg/Hollabrunn.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 29. Januar 2020 (01:17)

Zwei Mannschaften in der 2. Bundesliga, eine davon spielt sogar um den Aufstieg in die höchste Spielklasse mit. Dabei wird vorwiegend auf junge, einheimische Spieler gesetzt. Dazu erfolgreiche Nachwuchsteams und ein regionales Ausbildungszentrum – keine Frage: Die Volleyballer der Spielgemeinschaft Bisamberg/Hollabrunn sind bei den Teamsportarten ganz vorne dabei im Weinviertel – und alles sollte eitel Wonne sein.

Der Hilferuf von Obmann Robert Prinz vor ein paar Wochen, dass der Verein aus finanziellen Gründen so nicht mehr weitermachen kann, kam daher unerwartet. Vor allem die – laut Prinz – viel zu hoch gesetzten Leistungsanforderungen des Landes in der Sportförderung führen zu einem Loch im Budget. Dabei geht es um eine Summe, die in einer Randsportart kaum wegzustecken ist.

Dass es auf der anderen Seite das Land NÖ nicht als seine primäre Aufgabe sieht, jeden Verein mittels Förderung am Leben zu erhalten, ist nachvollziehbar. Aber einen Verein, der vorbildlich arbeitet, zu bestrafen, dass er gewisse sportliche Erfolge nicht erreicht, weil er statt kurzfristig erkauften Erfolgen – Stichwort Legionäre – auf langfristige Entwicklung setzt, mutet dann doch befremdlich an. Und hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.