Zusammenhalt ist jetzt gefragt. Über das Verletzungspech beim UHC Hollabrunn.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 16. September 2020 (00:02)

Das tat weh! Weniger das Unentschieden der Hollabrunner Handballbundesligaherren in St. Pölten, sondern vielmehr der verletzungsbedingte Ausfall von Einser-Goalie Matthias Meleschnig. Der Tormann, der im Auftaktspiel Top-Favorit Bruck mit einer Top-Leistung die Zähne zog, fällt mehrere Wochen aus. Und die Last auf dieser im Handballsport so neuralgischen Position liegt auf den Schultern von Youngster Michael Nebenführ.

Der 18-Jährige hat zwar in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er Bundesligareife besitzt, aber der Schritt zum absoluten Leistungsträger und Matchwinner ist noch ein großer. Deshalb hat UHC-Manager Gerhard Gedinger absolut recht, wenn er meint, dass die Mannschaft jetzt noch enger zusammenrücken muss, um Nebenführ auf und abseits des Platzes zu helfen.

Denn egal, wie gut die UHC-Offensive in den nächsten Spielen in Form ist, ohne eine solide Abwehr – inklusive Torhüter – wird es in der Bundesliga trotzdem keinen Blumentopf zu gewinnen geben. Gerade in so einer Saison wie heuer. Dass sie Drucksituationen standhalten können, haben die Hollabrunner in der Vergangenheit schon öfters bewiesen. Das wird auch diesmal nötig sein.